Spezielle Behandlungspflege

Über die allgemeine Behandlungspflege hinaus sind unsere Pflegekräfte auch mit speziellen Formen der Behandlungspflege umfassend vertraut. Sie gewährleisten bei speziellen pflegerisch-medizinischen Anforderungen eine fachgerechte und den Bedürfnissen des Betroffenen angepasste Versorgung.

ENTERALE/PARENTERALE ERNÄHRUNG
Über die Ernährung erhält der Körper alle wichtigen Nährstoffe, die er zum Leben braucht. Eine ausgewogene Ernährung liefert die notwendige Energie zur Aufrechterhaltung aller Körperfunktionen, fördert die Gesundheit und das Wohlbefinden eines Menschen.
Wenn jedoch ein Mensch längere Zeit z.B. durch eine Erkrankung oder sonstige Einschränkungen nicht ausreichend essen kann, darf oder will, droht eine Unterversorgung an lebenswichtigen Nährstoffen. In diesen Fällen kann eine künstliche Ernährung über eine Sonde oder einen Port notwendig werden. Dabei werden zwei Formen unterschieden: die enterale und die parenterale Ernährung:
Bei der enteralen Ernährung erfolgt die Nährstoffzufuhr in Form von Flüssignahrung mittels einer Sonde (PEG) über den Magen-Darm-Trakt.
Die parenterale Ernährung wird eingesetzt, wenn der Magen oder Darm in Folge einer Krankheit oder Operation seine Aufgaben nicht mehr wahrnehmen kann. Bei dieser Form der künstlichen Ernährung erhalten die Betroffenen die vom Körper benötigten Nährstoffe über einen Venenkatheter (Port) direkt in die Blutbahn.
Die Ernährung über eine Sonde oder einen Port erfordert eine kompetente Beratung und besondere Pflegemaßnahmen sowie eine regelmäßige Überwachung und Dokumentation der Ernährungsdaten. Unsere Pflegekräfte verfügen über eine spezielle Ausbildung im Bereich der Ernährungsberatung und sind umfassend mit der Versorgung von diesen speziellen Ernährungstherapien vertraut.
Gerne beraten oder unterstützen wir Sie oder Ihre Angehörige bei der Auswahl und Anwendung der jeweils erforderlichen Ernährungstherapie.

STOMAVERSORGUNG
LEBEN MIT DEM STOMA
Ein Stoma ist eine operativ hergestellte Öffnung in der Bauchdecke zur Ausleitung von Stuhl oder Urin, also ein künstlicher Darm- oder Blasenausgang.
Die Gründe für die Anlage eines künstlichen Darm- oder Blasenausgang können sehr unterschiedlich sein. Diese können aufgrund von Erkrankungen des Darms oder der Blase, wie auch Funktionsstörungen dieser Organe, Fehlbildungen oder Verletzungen gegeben sein.
Die Anlage eines künstlichen Darmausganges oder einer Harnableitung und der damit verbundene Verlust der Kontinenz bringt einschneidende Veränderungen des gewohnten Lebens mit sich und kann für die Betroffenen sehr belastend sein.
Umso wichtiger ist daher die einfühlsame Begleitung, Unterstützung und Beratung der Betroffenen, um das gewohnte Leben wieder aufzunehmen.
Dabei ist ein gut funktionierendes, auf die individuellen Bedürfnisse des Betroffenen ausgerichtetes Versorgungssystem eine wichtige Voraussetzung, um mit einem Stoma die notwendige Sicherheit mit den körperlichen Veränderungen zurückzuerlangen.
Wir möchten durch eine sorgfältige Pflege und Versorgung dazu beitragen, den Betroffenen zu mehr Sicherheit und Lebensqualität zu verhelfen.

WUNDVERSORGUNG
Die Haut ist das größte und das vielseitigste Organ des Menschen. Im alltäglichen Leben spielt sie aber meist eine untergeordnete Rolle im Bewusstsein. Dabei übernimmt die Haut lebenswichtige Funktionen, sie schützt den Körper bspw. vor Überwärmung oder Erfrierung sowie vor Infektionen. Durch Wunden können diese Funktionen beeinträchtigt sein.
Insbesondere schlecht heilende sogenannte chronische Wunden können zu erheblichen Belastungen und einer Einschränkung der Lebensqualität führen.
Um in diesen Fällen den Wundheilungsprozess bestmöglich zu fördern, sind abhängig von der Krankengeschichte und dem Zustand der Wunde sehr unterschiedliche und individuelle Behandlungskonzepte zu berücksichtigen. Eine optimale Pflege erfordert deshalb die Kenntnis des Wundheilungsprozesses und aller daran beteiligten Faktoren.
Unsere Pflegekräfte sind umfassend im Bereich des Wundmanagements geschult und gewährleisten eine fachgerechte, und den Bedürfnissen des Betroffenen angepasste Behandlung der Wunden. Das Wundmanagement erfolgt mit Hilfe einer systematischen Wundeinschätzung, einer stadiengerechten und differenzierten Wundbehandlung nach den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen und in Abstimmung mit den behandelnden Ärzten.
Wir möchten durch das gezielte Wundmanagement den Wundheilungsprozess optimal unterstützen und den Betroffenen zu mehr Lebensqualität verhelfen.

PALLIATIVPFLEGE
Die Palliativpflege hat zum Ziel durch eine bedarfsgerechte Versorgung und Begleitung von schwerkranken und sterbenden Menschen ein Verbleiben in der häuslichen Umgebung bis zum Tod zu ermöglichen. Sie ist darauf ausgerichtet durch Linderung der Beschwerden und anderen belastenden Symptomen die letzte Lebensphase der Klienten so erträglich wie möglich zu gestalten und zum größtmöglichen Wohlbefinden beizutragen. Schwerkranke und sterbende Menschen benötigen oft eine spezielle Form der Versorgung und Pflege.
Wir möchten Sie dabei unterstützen die letzte Lebensphase schmerzfrei und menschenwürdig zu gestalten und somit einen Abschied in Würde ermöglichen. Wir begleiten und unterstützen Sie auch in dieser schweren Phase.
Unser Ziel ist durch die Verbindung von Brückenpflege, zeitintensiver Pflege und ärztlichem Konsiliardienst Klinikaufenthalte zu vermeiden bzw. zu verkürzen und Ihnen die Chance zu bieten, die letzte Lebenszeit umfassend betreut zu Hause in der vertrauten Umgebung zu verbringen.

Schmerz ist das natürliche Warnsignal unseres Körpers bei Gefahren, Überlastungen und Erkrankungen.
Doch wenn Schmerzen länger anhalten, werden sie zur Qual. Chronische Schmerzen haben oft negative Auswirkungen auf das physische und psychische Wohlbefinden und schränken die Lebensqualität der Betroffenen stark ein. Zusätzlich können Schmerzen funktionelle Bewegungseinschränkungen zur Folge haben und somit eine selbständige Lebensführung der Betroffenen beschränken.
Ein rechtzeitig einsetzendes und effektives Schmerzmanagement kann unnötiges Leid verhindern und die Lebensqualität des Schmerzpatienten wesentlich verbessern.
Wir möchten Sie bei einem schmerzfreien Leben unterstützen.
Wir schaffen die optimalen Voraussetzungen für ein effektives Schmerzmanagement,
indem wir eine personelle Kontinuität in der pflegerischen Betreuung sowie eine gute Kooperation mit den behandelnden Ärzten gewährleisten. Mit Hilfe einer systematischen Schmerzeinschätzung und Verlaufskontrolle kann das Ziel von Schmerzfreiheit oder – linderung erreicht werden. Dabei steht auch die aktive Einbindung der Klienten im Vordergrund. Die Beratung und Schulung der Schmerzpatienten und ihrer Angehörigen soll zur Stärkung der Selbstkompetenz und somit zu einem selbständigen und schmerzfreien Leben beitragen.